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Aus aktuellem Anlass erlaube ich mir, den im Feuilleton-Teil der NZZ vom 18. Juli erschienen Bericht vom Sahar Khalifa zu kopieren.

Die jüngste Phase in unserem endlosen Konflikt mit Israel begann folgendermassen: Eine Gruppe palästinensischer Kämpfer nahm einen israelischen Soldaten gefangen. Sie gaben bekannt, dass sie ihn im Austausch gegen 138 Frauen und Kinder, die in israelischen Gefängnissen inhaftiert waren, freilassen würden. Die israelische Regierung wies das Angebot zurück. In ihrer Verlautbarung unterstrich sie zwei Punkte: Erstens - wir verhandeln nicht mit Terroristen. Zweitens - die palästinensische Regierung, und mit ihr auch der als konziliant und moderat geltende Präsident Mahmud Abbas, trägt die Verantwortung für den Übergriff. Ägypten und Jordanien versuchten zu intervenieren. Israel blieb unerbittlich: Keine Diskussion, keine Verhandlungen, keine Frau und kein Kind wird aus der Haft entlassen. Der Soldat muss ohne Gegenforderung freigegeben werden, sonst wird die israelische Armee den Gazastreifen für alle, die dort leben, zur Hölle machen.

Die Rache trifft alle

Die Israeli haben den Gazastreifen zur Hölle gemacht. Sie haben bombardiert, beschossen, zerstört und getötet. Sie haben die Infrastruktur der Städte und Dörfer im Gazastreifen - einer der ärmsten, am dichtesten bevölkerten Regionen weltweit - weitgehend vernichtet. Strom- und Wasserversorgung, Kanalisation, Spitäler, Wohnhäuser und zivil genutzte öffentliche Gebäude, Flüchtlingslager, Depots für Weizen, Milch und Zucker, Tankstellen, Autos, Busse und sogar Ambulanzen wurden attackiert und zerstört. Es war und ist die Hölle. Rund 50 Zivilisten, darunter Kinder, wurden getötet, weitere 345 verletzt.

Wie hat die internationale Gemeinschaft reagiert? Niemand rührte einen Finger, um dem Massaker Einhalt zu gebieten. Wer überhaupt die Stimme erhob, bezeichnete die Entführung des israelischen Soldaten als Terrorakt, den israelischen Terror als Selbstverteidigung.

Gut zwei Wochen später ereignete sich praktisch dasselbe in Libanon. Eine Gruppe Hizbullah-Kämpfer kidnappte zwei israelische Soldaten. Im Austausch forderte sie einen libanesischen Gefangenen zurück, der seit 28 Jahren in Israel inhaftiert ist, dazu drei weitere Häftlinge. Wieder wies die israelische Regierung das Angebot zurück. Sie verkündete: keine Diskussion, keine Verhandlungen, kein Gefangenenaustausch. Sie machte Libanon - ganz Libanon - für den Übergriff verantwortlich. Sie drohte, dass alle Libanesen dafür würden bezahlen müssen. Sie insistierte auf der sofortigen Freilassung der beiden Soldaten, sonst . . . würde sie Libanon für alle seine Bewohner zur Hölle machen. Der Hizbullah blieb unerbittlich. Sein Führer, Hassan Nasrallah, verkündete: «Die israelischen Soldaten werden niemals heimkehren, wenn nicht auch unsere Gefangenen heimkehren.» Und damit ging die Hölle los.

Die Israeli bombardierten und beschossen aus der Luft, von der See und vom Land her. Sie vernichteten die Infrastruktur Libanons. Sie zerstörten den Beiruter Flughafen und sämtliche Brücken, welche die Hauptstadt mit anderen Städten verbinden. Strom- und Wasserversorgung, Kanalisation, Tankstellen, Dämme, Schulen, Bürogebäude, Privathäuser, armselige Hütten, Gehöfte und Lebensmittelgeschäfte, Autos und Busse wurden attackiert und zerstört. Hunderttausende flohen aus ihren Dörfern und wurden zu obdachlosen Flüchtlingen. Bis jetzt wurden 170 Zivilisten, darunter Kinder, getötet und über 500 weitere verletzt.

Wie hat die internationale Gemeinschaft reagiert? Wiederum bezeichneten Amerika, Europa und die Uno die Entführung der beiden Soldaten als Terrorakt, den israelischen Terror dagegen als Selbstverteidigung. Niemand erwähnte die 11 000 Palästinenser, die in israelischen Gefängnissen einsitzen. Niemand erwähnte die Dutzende von Uno-Resolutionen, die Israel ignoriert hat. Niemand erinnerte sich daran, dass palästinensische Gebiete und ein Teil Libanons noch immer von Israel besetzt sind. Uno-Resolutionen, in denen die israelischen Militäraktionen als «übertriebene Gewaltanwendung» bezeichnet wurden, scheiterten am Veto Amerikas.

Wut, Hass und Apathie

Wie reagieren die Menschen in der arabischen Welt auf die Ereignisse? Sie kochen vor Frustration und Wut. Es gibt so viel Groll, so viel Hass - und tonnenweise Apathie. Sie hassen den Westen, insbesondere Amerika. Sie hassen Europa, weil es Israel begünstigt. Sie hassen Israel, weil es sich bösartig, gierig und kriminell verhält. Sie hassen ihre Regierungen für ihre Ohnmacht. Sie hassen sich selbst, weil sie schwach und unvorbereitet sind. Sie suchen eine Lösung. Seit Generationen haben sie Lösungen gesucht. In den fünfziger und sechziger Jahren hat in der arabischen Welt eine Revolution um die andere stattgefunden. Immer waren es nur Putsche, die ein verrottetes Regime durch ein noch verrotteteres ersetzten; einen zivilen Diktator durch eine Militärdiktatur. Die arabischen Länder wurden ärmer, trotz Ölvorkommen, trotz unvorstellbarem Reichtum. Korruption, Misswirtschaft und Orientierungsverlust waren Synonyme für jede arabische Regierung. Wo ist da die Lösung? Ein Feind aussen, ein Feind innen und wir die Beute von beiden. Insbesondere der Westen scheint uns zu hassen. Warum? Wegen unserer Hautfarbe, unserer Rasse, unserer Religion? Oder einfach weil wir schwach sind? Amerika ist der Kopf der Schlange; Europa windet sich hinterher. So schaut die Welt aus der Sicht der arabischen Menschen aus. So haben sie begreifen gelernt, dass weder in ihren eigenen Ländern noch auf internationaler Ebene noch unter dem Schirm der Uno auf eine Lösung zu hoffen ist. Darum wenden sie sich Gott zu.

Ein Grossteil der Araber folgt dieser Strömung; Jahr für Jahr gewinnt sie an Kraft, multipliziert sich die Zahl ihrer Anhänger. Das ist Tatsache. Wir - die Säkularisten, Sozialisten, Feministinnen, Internationalisten und Humanisten - fühlen uns bedroht. Auch wir suchen nach einer Lösung. Aber von einer Lösung keine Spur. Daraus resultieren Wut, Frustration und Angst. Wir wenden uns um und sehen, wie unsere Freunde und Weggefährten einer nach dem andern straucheln und von jener Strömung mitgerissen werden. Wir fühlen uns je länger, je mehr bedroht. Wir fühlen uns verkrüppelt. Wir beten zu Gott, dass wir nicht als Nächste dran sind.

Ich bin noch da, und will auch nur kurz den hier angesetzten Staub aufwirbeln...

Nun, weshalb schreib ich nicht mehr? Die Monate Mai und Juli waren extrem stressig, ich hatte viel um die Ohren und dann kam da noch eine Person dazwischen (nein, nein, es ist nicht AIP, meine Präferenzen, wie sich Treue Leserin so schön ausdrückte, haben sich in den Süden verschoben...) und zu all dem, half mir noch ein Virus beim Formatieren meiner Festplatte.

Juli verspricht nicht unbedingt besser zu werden und so entlass ich mein Blog in den wohlverdienten Sommerurlaub und melde mich dann mit der "Rentrée 2006" wieder zurück.

Schönen Sommer allerseits - tinu

la-force-de-l-artLa Force de l’art. In bonapartischer Manier hat Dominique de Villepin gefordert, dass Paris (wie London oder New York) auch eine grosse Rundschau der aktuellen zeitgenössischen Kunstszene in Frankreich brauche. Es gab früher die Biennale, aber die wurde vor langem nach Lyon transferiert.
Gesagt, getan! In sieben Monaten wurde diese Expo mit 350 Werken, von 200 Künstlern auf 7'000 m2 aus dem Boden gestampft. Was mit dem CPE in die Hosen ging, schaffte er hier: Nämlich seine Ideen in kürzester Zeit durchzusetzen. Der Grand Palais ist zwar kein Museum, eignet sich aber sehr gut für solche Events. Die Glas-Stahl-Konstruktion von 1900 ergänzt sich in idealer Weise mit den Werken, ohne ihnen aber Konkurrenz zu machen.
Achtung: Diese Trinale dauert nur sechs Wochen und wird ihre Tore am 25. Juni schliessen.

Zumindest was die gographischen Kentnisse anbelangt. Dieses Portrait kam am 27. April 2006 in Le Monde:

Philippe Douste-Blazy, "Mister Bluff" au Quai d'Orsay


Le ministre des affaires étrangères ne parle pas l'anglais, ni l'espagnol, ni aucune autre langue que le français. Il ne pratique pas non plus le langage diplomatique qui oblige à peser la moindre virgule avant d'évoquer les affaires du monde.

Ce n'est pas forcément un mal de s'affranchir de la norme technocratique. Mais cela terrifie les ambassadeurs, le Quai d'Orsay, Matignon, et l'Elysée, qui ont pris l'habitude de le faire suivre à la trace par un fonctionnaire armé de dossiers et d'un magnétophone.

Le ministre n'a pas toujours une vision très claire de la géopolitque. Il s'est laissé plusieurs fois surprendre à confondre Taïwan et la Thaïlande, la Croatie et le Kosovo. Lorsqu'une catastrophe aérienne a endeuillé la Martinique, le 16 août 2005, il a voulu aussitôt se rendre à Fort-de-France. Il a fallu que l'Elysée intervienne pour rappeler que les Antilles ne sont pas un territoire étranger. Quand il s'ennuie dans une réunion, même devant les plus grands directeurs du Quai d'Orsay, il peut ostensiblement sortir son téléphone portable et pianoter des SMS sans plus rien écouter.

Il y a quelques mois, Condoleezza Rice a fait appeler son cabinet. La conseillère du président américain avait joint tous ses homologues et souhaitait parler à Philippe Douste-Blazy. C'était un vendredi. Le ministre était dans sa circonscription de Toulouse. Sans traducteur ni conseiller diplomatique auprès de lui. Selon des sources diplomatiques, le Quai, à la grande surprise de Washington, a préféré dire à l'Américaine de rappeler après le week-end.

Les premiers mois après son arrivée, en juin 2005, les diplomates français vivaient dans la terreur de ses gaffes. En visite à Gaza, en septembre, on le vit assurer que les Israéliens étaient prêts à embaucher de jeunes Palestiniens, alors même que les permis de travail, déjà en nombre très réduit, sont seulement attribués aux hommes mariés de plus de 35 ans depuis plus de dix ans. La presse israélienne, éberluée, l'a suivi jusqu'au musée Yad Vashem de la Shoah, à Jérusalem. Long arrêt devant une carte d'Europe qui présente chaque pays en deux colonnes figurant l'importance des communautés juives "avant et après" la seconde guerre mondiale. Le ministre français : "Il n'y a pas eu de juifs tués en Angleterre ?" Réponse gênée du conservateur du musée : "Mais, M. le ministre, l'Angleterre n'a pas été occupée par les nazis." M. Douste-Blazy n'a pas sourcillé et a repris : "Mais il n'y a pas de juifs expulsés d'Angleterre ?"

A New York, après un dîner important à l'ONU entre ministres, sans les conseillers, les diplomates français réclament, comme c'est l'usage, un débriefing. Le ministre se montra si flou qu'il fallut réclamer un compte rendu... à son collègue britannique. Dominique de Villepin, qui l'aime pourtant bien, s'agace souvent de ses déclarations à contretemps. Et Jacques Chirac a peu apprécié les propos très catégoriques de son chef de la diplomatie quant aux aspects "militaires" présumés du nucléaire iranien, propos qui ont valu au ministre une place de choix dans le New York Times du lendemain.

La communication est l'un des dadas de Philippe Douste-Blazy. Il l'a d'ailleurs annoncé aux diplomates dès son arrivée. Aujourd'hui encore regrette-t-il devant nous, "les autres ministères sont sous le regard permanent des médias. Ici, la moindre phrase doit être travaillée pendant des heures, mais cela n'intéresse personne. TF1 ne fait jamais rien."

Autant dire que son arrivée au Quai d'Orsay a désorienté bon nombre de fonctionnaires. "Tenir" ce ministère est difficile. Les dossiers sont multiples, complexes, mouvants. Les voyages sont nombreux. Tout dérapage peut provoquer un incident. Ici, un ministre faible est vite accusé de tous les maux : le déclin de la France dans le concert des nations, les réductions budgétaires qui affectent le ministère depuis déjà quatre ans. Mais au fond, on reproche surtout à "Douste" d'être le syndrome de cette fin de règne élyséenne qui n'en finit pas.

Le jugement est sévère. Il n'est pas toujours partagé par ses prédécesseurs. Alain Juppé l'encourage à persévérer. Le socialiste Hubert Védrine montre une certaine indulgence, en privé. Mais dans le sérail, on ne lui passe rien ou presque. A ses surnoms de toujours dans le monde politique, "Douste-Blabla" et "Docteur Douste et Mister Bluff", sont venus s'ajouter ceux de "Mickey d'Orsay" et "Condorsay" que les diplomates se susurrent entre eux d'un air déprimé.

Philippe Douste-Blazy n'ignore rien de tout cela. Depuis vingt ans qu'il fait de la politique, il a toujours suscité l'engouement, puis le doute. "Avec lui, dès qu'on gratte un peu, on sent tout de suite le Formica", a souvent dit le député des Hauts-de-Seine André Santini, qui l'a côtoyé des années à l'UDF. "Douste" est malin, rapide, drôle souvent. Mais il a une incroyable légèreté intellectuelle qui fait à la fois son charme et sa limite. Lui-même explique les choses franchement : "Quatre ou cinq jours avant d'être nommé à Matignon, Dominique (de Villepin) m'a demandé ce que je souhaitais. Je voulais un ministère régalien pour compléter mon parcours. L'économie ou l'intérieur." L'exigence était ambitieuse. Certes, Philippe Douste-Blazy a mené en 2002 une partie de l'UDF dans le giron de l'UMP, alors chiraquien, et a pris fait et cause pour Dominique de Villepin contre Nicolas Sarkozy.

Ancien médecin, il s'est plutôt bien débrouillé au ministère de la santé et a amorcé un début de réforme de l'assurance-maladie. Mais, en ce printemps 2005, il n'a pas de compétences pour ce qu'il réclame. Bercy paraît trop gros pour lui. François Pinault, l'un des rares grands patrons à côtoyer régulièrement Jacques Chirac, a mis en garde le président : les finances publiques et la relation aux entreprises ne s'improvisent pas. Quant à l'intérieur, ce n'est qu'à condition d'y être nommé que Nicolas Sarkozy est prêt à revenir au gouvernement.

Villepin ouvre donc deux portes : un vaste ministère des affaires sociales ou les affaires étrangères. "Douste" opte pour le prestige du Quai. "Seulement, reconnaît-il, je suis arrivé après le non à l'Europe." L'Elysée et Matignon ne l'ont pourtant pas laissé seul aux manettes. Pratiquement aucune nomination d'ambassadeur n'est de son fait. Son cabinet, hormis une demi-douzaine de collaborateurs - dont trois chargés de la communication alors que ses prédécesseurs n'en avaient qu'un -, a été entièrement composé sous l'oeil de Jacques Chirac et de Dominique de Villepin. Le directeur de cabinet, le très élégant et dévoué Pierre Vimont, est l'ancien patron du cabinet de Dominique de Villepin, puis de Michel Barnier au Quai d'Orsay.

Le nouveau secrétaire général du ministère, Philippe Faure - un diplomate qui a passé dix ans dans le privé - est un ami du premier ministre. Et à l'Elysée, le sherpa du chef de l'Etat, Maurice Gourdault-Montagne, s'attache à faire du Quai d'Orsay le back office de la présidence. "Imaginez un peu : avec, au-dessus, un président de la République et un chef du gouvernement lui-même professionnel de la politique étrangère, note avec flegme l'ancien premier ministre Jean-Pierre Raffarin, le titulaire du portefeuille ne peut être qu'un aimable second."

Le ministre se moque pourtant que l'on puisse douter de sa compétence. C'est une de ses grandes forces que de n'avoir aucune des marques d'orgueil qui peuvent freiner l'audace. "Douste" aime le risque. Croit en sa chance. Méprise les fonctionnaires. Et rêve finalement d'une vie d'aventures. Longtemps, lui qui se vante d'être un bon pilote de rallye, il a lâché cette phrase à ceux qui lui recommandaient la prudence : "Quand j'aborde un tournant, j'accélère !" Lorsqu'il était ministre de la culture (1995-1997), il riait lui-même de ses insuffisances. On l'a vu faire chevalier "des chiffres et des lettres" un grand écrivain et débiter avec le plus grand naturel les fiches de lecture rédigées par ses collaborateurs. On l'a aussi entendu théoriser tout haut sa technique pour visiter une exposition d'art contemporain : "Passer les trois premières oeuvres... Ralentir à la quatrième... S'arrêter longuement à la cinquième et la déclarer très profonde. Ça marche très bien !"

"Douste" s'en flatte : cette désinvolture ne l'a pas empêché jusqu'ici de faire une fulgurante carrière politique. Elle lui donne même le culot d'accomplir deux ou trois coups d'éclat. Au ministère des affaires étrangères, il a cependant vite vu qu'il ne parviendrait à trouver ni autonomie ni visibilité. Ses tentatives pour s'affirmer sur le contentieux nucléaire iranien ont été vitrifiées par l'Elysée. La ministre des affaires européennes, Catherine Colonna, a l'entière confiance du président pour tout ce qui relève de l'Europe. Et l'Afrique est la chasse gardée du président.

Philippe Douste-Blazy s'adapte donc et se concentre sur ce qu'il sait faire : la médecine, l'humanitaire, la communication. Le 5 janvier, il a organisé le rapatriement en France d'une trentaine d'enfants libyens infectés par le sida et obtenu en échange de rencontrer un groupe d'infirmières bulgares emprisonnées par le régime de Kadhafi. Reprenant une idée de Bill Clinton, il jette aujourd'hui toutes ses forces dans la réalisation d'un projet ambitieux : la facilité internationale pour l'achat de médicaments (FIAM) qui vise à améliorer l'accès aux médicaments des populations des pays pauvres touchées par trois pandémies mondiales : le sida, la tuberculose et le paludisme. "Le fait qu'on laisse mourir les pauvres alimente le terrorisme", assure-t-il. La FIAM - et son adossement sur une taxe sur les billets d'avions voulue par Jacques Chirac - a été peaufinée à coups de réunions. Des réunions managées à sa façon.

"Douste" a toujours su mobiliser autour de lui des jeunes gens ambitieux et rapides, communicants, producteurs de télévision, patrons de la radio NRJ, parmi lesquels le ministre se sent à l'aise parce qu'ils échappent aux circuits classiques de l'énarchie gouvernementale. Si la FIAM marche, Douste aura, après tout, laissé quelque chose d'utile de son passage au Quai d'Orsay. "Il a trouvé un terrain sur lequel il a prise", reconnaît un membre de son cabinet qui défend d'ailleurs cependant la "fraîcheur" de son ministre : "Il ne s'embarrasse pas de décorum, fonctionne à l'oral. Dans un univers où chacun pond des notes, cela a quelque chose de décapant et d'intéressant."

Mais ensuite ? C'est là qu'est la difficulté. Philippe Douste-Blazy s'est peu à peu isolé au sein du monde politique. Bien sûr, sa séduction et son entregent lui ont d'abord valu des succès. Il fait toujours figure, à 53 ans, de gendre idéal et est le parrain d'une bonne douzaine d'enfants. Mais la plupart de ses anciens collaborateurs l'ont quitté, exaspérés par sa légèreté et son insatiable ambition. Pire, beaucoup lui reprochent de mentir partout sur tout, à tous.

Au départ, cela ne l'a pas forcément desservi : il ment souvent avec talent. En 1993, le jour de la nomination du gouvernement d'Edouard Balladur, c'est en contrefaisant la voix du centriste Bernard Stasi qu'il parvient à décrocher un rendez-vous avec Simone Veil. Celle-ci est pressentie pour tenir les affaires sociales. Lui, vient de conquérir la mairie de Lourdes mais n'est encore qu'un de ces jeunes médecins qui gravitent dans les milieux rénovateurs du centre et de la droite. Il a cependant marqué la mémoire de l'ancienne présidente du Parlement européen, quelques années plus tôt, en la raccompagnant en voiture et sur des chemins défoncés, de Sarajevo en guerre. "Douste" l'appelle donc au restaurant et décroche un rendez-vous. Il la convaincra, au charme, de le prendre avec elle comme ministre délégué à la santé.

Au fil des années, pourtant, ses amis se sont lassés de sa désinvolture à l'égard de l'argent de l'Etat, de l'amitié, de la fidélité. Les écouter, c'est entendre une longue liste d'histoires drôles et terribles de trahisons et de coups tordus. C'est voir "Douste" invoquer pour la vingtième fois l'agonie de son père (pourtant en parfaite santé), ou un rendez-vous avec Jacques Chirac (alors que la radio vient d'annoncer le président en province) pour justifier un retard qu'on lui aurait sans doute pardonné. C'est le trouver tour à tour généreux pour un malade, mais blessant pour un collaborateur. Capable de déplacer des montagnes pour une bonne idée et de perdre dans l'avion un dossier confidentiel. "Il se jette dans le vide parce qu'il sait qu'il a de la chance", explique l'un de ses anciens conseillers. "C'est un comédien extraordinaire qui, comme tous les comédiens, dépend uniquement du regard des autres, nuance un de ses rares amis de longue date, le producteur Jean-François Boyer. C'est vrai qu'il peut mentir, même à lui-même. Mais il veut à tout prix échapper à la médiocrité."

Politiquement, ce mélange détonant qui a fait son succès est aujourd'hui sa faille. Nicolas Sarkozy a d'abord flairé en lui l'animal politique, capable de prendre d'assaut, en quinze ans, la mairie de Lourdes, le groupe UDF à l'Assemblée, les ministères de la santé, de la culture, des affaires sociales, la mairie de Toulouse, le secrétariat général de l'UMP. Mais Philippe Douste-Blazy, sans avoir lu Cortès, a brûlé tous ses vaisseaux en se plaçant en rival de Sarkozy pour Matignon, en 2002... alors même que Jacques Chirac n'avait l'intention de les nommer ni l'un ni l'autre. Puis en choisissant Dominique de Villepin. Depuis, le président de l'UMP se défie de lui.

Mais il y a plus grave. "Douste" a peut-être façonné lui-même, à Toulouse, son ennemi mortel. Dominique Baudis, après avoir succédé à son père et tenu le Capitole pendant dix-sept ans, l'avait choisi comme dauphin à la mairie.

Aujourd'hui, il reproche toujours à son successeur de ne pas l'avoir informé qu'une infâme rumeur courait sur lui dans l'affaire Alègre. Il ne pardonnera pas. "Baudis est un sniper. Il attend désormais d'avoir Douste dans son viseur et il tirera", prédit un proche du président du CSA. C'est aussi parce qu'il sait cela que le ministre s'inquiète parfois. Jusqu'à ce que son naturel le pousse à nouveau, parce que, dit-il, "il vaut mieux avancer pendant qu'il est encore temps."

Paris als Tourist mag ich nicht! Wenn ich all diese Wochenendreisende anschaue überkommt mich das nackte Grauen. Weshalb? Auf Paris und ihrem Mythos haftet eine grosse Last. Das Bild in den Köpfen der Reisenden ist so ausgeprägt, so eingebrannt und so unwiderruflich wie wohl in kein anderer Stadt der Welt. Das Ziel: Die Stadt der Liebe finden, begreifen, erleben. Zusammenfassend für dies steht wohl das Foto von Robert Doisneau aus den 50er Jahren... Man setzt sich unter Druck, um alle die stereotypischen Bilder und Gefühlen welche man an Paris assoziiert zu erfahren, zu erleben. Und am Ende des Wochenendes ist man abgespannt, enttäuscht. Vor mir sitzt ein Paar. Sie sprechen leise miteinander, man bemerkt aber die Spannungen und die schlechte Laune. Was wohl als Weekend en amoureux geplant war, entpuppte sich möglicherweise als Desaster. Paris als Tourist mag ich nicht, Paris als Einwohner aber schon. Man muss das vertrauen der Stadt gewinnen. Sie wird, ganz sachte, einem bezirzen, umwerben, in einem eindringen und verschlingen. Bis zum Punkt, wo man Teil von Paris ist; man ist Paris! Dies will aber verdient sein, und 48 Stunden reichen nicht, eher schon 48 Monate...

 

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